Erster Tag in der Klinik

Seit heute bin ich wieder in der Klinik. Es geht mir mehr als nur bescheiden. Ich fühle mich wie ein nervliches Wrack und stehe unter extremer Hochspannung. Am liebsten würde ich wieder meine Sachen packen und dann ab nach Hause. Aber ich bleibe und schaue, ob es morgen vielleicht ein bisschen besser geht. Ich versuche bis zum Wochenende zu bleiben. Samstag morgen darf ich dann bis Sonntag Abend nach Hause. Mit meinem Mann habe ich darüber bereits am Telefon gesprochen. Ich vermisse ihn jetzt schon sehr. Auch meine kleine Hundedame, ein Yorki-Mädchen, vermisse ich über alles. Sie ist für mich wie mein Kind. Ich liebe sie über alles. Ich fühle mich so elend. Könnte nur noch heulen. Es wird mir alles zu viel.

Heute hatte ich etliche Aufnahmegespräche. Erst mit der Stationsschwester, dann mit einer Ärztin und zwei Praktikanten, danach noch ein Gespräch mit der neuen Oberärztin. Die Oberärztin bat ich darum, meine Medikation umzustellen. Daraufhin wollte sie mir das Neuroleptikum Abilify verordnen. Aber das kann ich nicht nehmen. Denn das verursacht als Nebenwirkung Haarausfall. Ich kenne keine Frau, die das einfach so hinnehmen würde. Lieber schlucke ich weiterhin Quetiapin, bevor ich ein Medikament nehme, das Haarausfall verursacht. Die Oberärztin fährt nun sowieso für zwei Wochen in den Urlaub. Davor werde ich mit den Medikamenten nicht mehr umgestellt. Bestenfalls in drei Wochen, wenn sie aus dem Urlaub wieder zurück ist. Alles sehr unbefriedigend.

Meine Zimmernachbarin kenne ich bereits aus dem ersten DBT Modul. Leider ist sie nur noch bis morgen hier. Dann bekomme ich eine neue Zimmernachbarin. Davor habe ich jetzt schon mächtig Angst.

Ich melde mich heute nur kurz. Ich weiß auch noch nicht genau, ob ich mich die nächsten Tage in meinem Blog melden kann.

Ich werde heute wohl schon früh ins Bett gehen. Denn morgen fängt der Therapiealltag erst richtig an. Dafür muss ich fit und ausgeruht sein. Ich befürchte jedoch, dass ich heute eine miese Nacht verbringen werde. Denn aus Erfahrung weiß ich, dass meine Schlafstörungen in der Klinik in der Regel schlimmer werden. Davor habe ich jetzt schon richtig Horror.

Ganz lieben Gruß
Ruby

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